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Bedeutung

Blumen und Bestäuber gehören einfach zusammen – denn ohneeinander können sie nicht! Das wissen auch wir von Flowers4Bees, weshalb wir uns aus der Blumenbranche heraus für die Bestäuber engagieren.

Bestäubung

Insekten, die mittels Pollenübertrag von Blüte zu Blüte die Befruchtung von Pflanzen sicherstellen, werden Bestäuber genannt. Dieser filigranen Aufgabe kommt eine sehr große Bedeutung für die Frucht- und Saatbildung von Pflanzen zu. An die 90% der Wildpflanzenarten sind in ihrem Fortbestand komplett oder zumindest in Teilen von der Bestäubung abhängig. Aber auch Nutzpflanzen für die Menschen, die zumeist auf großen Flächen angebaut werden, können nicht ohne den Besuch der Bestäuber gedeihen. Von den global angebauten Hauptnahrungsmittelpflanzen benötigen über 75% die Bestäubung.

Wertvolle Arbeit

Die Natur stellt uns mit den bestäubenden Tieren eine kostenlose ökologische Dienstleistung zur Verfügung, die nur schwer zu beziffern ist. Studien gehen davon aus, dass wir hier einen Marktwert von 235 bis 577 Mrd. US-Dollar (2015) ansetzen müssten. Diese natürlichen Mechanismen durch Menschen zu ersetzen, wäre eine unlösbare Aufgabe, sodass wir auf diese Funktion zwingend angewiesen sind.

Die Auswirkungen

Würde die Bestäubung ausbleiben, wären nicht nur die menschliche Ernährung oder der Anbau globaler Rohstoffe, die wir z.B. für die Herstellung von Kleidung, Medikamenten oder Baumaterial benötigen, gefährdet. Ökologisch mindestens ebenso schwerwiegend wäre die Reduktion der Biodiversität durch den Rückgang bzw. das Aussterben von Wildpflanzen. Ihr Fehlen würde das sensible System von Lebensräumen und Nahrungsketten aus dem Gleichgewicht bringen und viele weitere (Tier-) Arten gefährden. Die langfristigen Folgen wären dramatisch.

Welche Bestäuber sind die fleißigsten?

Nun gibt es eine große Vielzahl an Bestäubern – Honigbienen, wilde Solitärbienen, Hummeln, Wespen, Fliegen etc. Doch welche Bestäuber leisten den wichtigsten Beitrag für den Fortbestand der Pflanzen und unserer Ernährung?

Die Honigbienen?

Glaubt man den Imkern, dann ist es wohl die Honigbiene und es gibt gute Gründe dafür, dass sie stark in der Bestäubung eingeschätzt wird. Zum einen ist sie nicht sonderlich spezialisiert, sondern fliegt viele verschiedene Pflanzen an. Damit ist sie auch vom Menschen sehr gezielt einsetzbar und wird in der Wanderimkerei z.B. zu Rapsfeldern oder Obstplantagen gefahren. Zum anderen überwintert sie als Volk, was ihr gerade im Frühjahr einen großen Vorsprung in der Volksstärke gibt. Ergänzend zur Bestäubungsleistung erhalten wir von der Honigbiene natürlich auch noch ihre direkten Produkte wie Honig, Pollen, Wachs und Propolis, was ihre Bedeutung für den Menschen in den vergangenen Jahrtausenden untermauert und zu ihrer Domestizierung geführt hat.

Die wilden Bestäuber?

Befürworter der Wildbienen führen andere Argumente an. Hummeln als staatenbildende Wildbienen, aber auch Wespen und Hornissen bauen ihre Völker bis zum Sommer hin auf und verfügen dann ebenfalls über eine beträchtliche Anzahl an bestäubenden Individuen, auch wenn sie die Volksstärke der Honigbienen bei weitem nicht erreichen. Ihre große Vielfalt an Arten – weltweit gibt es z.B. um die 20.000 Wildbienenarten – kann die Unterschiede in Bezug auf die bestäubende Insektenanzahl dennoch etwas abmildern.

Gerade in dieser Diversität liegt auch die besondere Stärke der Wildbienen: viele von ihnen sind auf gewisse Pflanzen spezialisiert, die sich mit ihrem Blütenaufbau optimal an die körperliche Beschaffenheit des Bestäubers angepasst haben. Diese perfekten Paare brauchen einander, Honigbienen oder andere Bestäuber können die hier zu verrichtende Arbeit nicht ausführen. Durch ihre große Vielfalt sind sie auch an verschiedene Lebensräume und Klimabedingungen optimal angepasst. Viele Hummeln können aufgrund ihres Pelzes beispielsweise nicht nur bei niedrigeren Temperaturen Blüten anfliegen, sondern arbeiten pro Tag auch noch mehr Stunden als eine Honigbiene.

Teamwork ist entscheidend!

Auch wenn einige Gartenbaubetriebe bereits seit Jahren gezielt von Menschenhand gezüchtete Hummeln für eine gute Bestäubung ihrer Pflanzen einsetzen, so wird die Bedeutung der wilden Bestäuber doch weitestgehend noch unterschätzt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse lassen jedoch den Schluss zu, dass gerade erst ihr Zusammenspiel untereinander – aber auch mit den Honigbienen – zu einem optimalen Bestäubungsergebnis führt und die Erträge steigert. Dies ist Grund genug, alle Bestäuber gleichermaßen wertzuschätzen und zu schützen.